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Wir empfehlen bei Osteoporose: Sport und Vitamin D

Bei Osteoporose (umgangssprachlich auch als Knochenschwund bezeichnet) verliert der Knochen an Festigkeit, er wird poröser und das Risiko für Frakturen (Knochenbrüche) steigt.
Und da „beißt sich die Katze in den Schwanz“: Liegt die Diagnose vor, bewegen sich viele Betroffene zunehmend sparsamer/vorsichtiger/weniger – aus Angst, zu stürzen und einen Knochenbruch zu riskieren. Ein verständliches Verhalten – einerseits – doch andererseits ist Bewegung ein elementar wichtiges Werkzeug, um dem Fortschreiten der Erkrankung entgegenzutreten.

 
Sich regen bringt Segen
 
Diese alte Weisheit lässt sich auch und insbesondere beim Vorliegen von Osteoporose anwenden. Unser Körper passt sich an, er wächst mit seinen Anforderungen und selbst im fortgeschrittenen Alter wird er sich bemühen, die Knochensubstanz eines jeden, der ein bewegtes Leben führt, so stabil wie möglich zu halten. Durch Zug und Druck, der durch unsere Muskeln bei jeder Aktion auf die Knochen wirkt, verbessert sich die Versorgung auch des Knochengewebes, und der Aufbau von Substanz wird angeregt.
 
Die Dosis macht das Gift
 
Bewegung ist zwar unbedingt zu empfehlen, doch freilich muss darauf geachtet werden, sich als Osteoporose-Patient keine riskanten und unfallträchtigen Sportarten wie Bungee-Jumping oder Drachenfliegen auszusuchen – auch Tennis ist aufgrund seiner heftigen Stop- und Drehbewegungen kaum geeignet, die Knochen wieder in Schwung zu bringen. Ansonsten gilt: Gelobt sei, was Spaß macht und wobei wir uns wohl und sicher fühlen. Auch das Alter und der allgemeine körperliche Zustand (liegen noch weitere Erkrankungen vor?) müssen berücksichtigt werden. Im Zweifelsfall kann der Hausarzt das körperliche Leistungsvermögen beurteilen und diesbezüglich Hinweise geben. Gymnastik (gerne unter Anleitung in einer Gruppe, im Sportverein oder einem Gesundheitszentrum), Radfahren, Wandern oder Nordic Walking, auch Krafttraining sind sinnvoll. Durch Sport wird übrigens nicht nur die Bildung von Knochensubstand angeregt, sondern auch die Koordination, Beweglichkeit und der Gleichgewichtssinn werden geschult; diese konditionellen Eigenschaften sind ebenfalls immens wichtig, um die Sturzgefahr zu minimieren.
 
Im Freien zu sporteln hat (jedenfalls im Sommer) den Bonuseffekt, dass durch die UVB-Strahlen mehr Vitamin D (unter anderem für den Erhalt und die Bildung von Knochensubstanz extrem wichtig) in unserer Haut gebildet werden kann. Neben der Bewegung sollte eine permanent ausreichende Vitamin D-Versorgung, auch und insbesondere während der Winter-Monate, gewährleistet sein.
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